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Vorwort
Retten – Löschen –
Bergen – Schützen
,dies sind die originären Aufgaben einer Feuerwehr. Es ist sicherlich
verständlich, dass 365 Tage Feuerwehrarbeit nicht auf einigen, wenigen
Internetseiten dargestellt werden können. Wir haben daher den Versuch
unternommen, bei der Gratwanderung zwischen interessanten Begebenheiten aus
unserem Alltag und den weniger eingängigen Zahlen, Daten und Fakten eine
„Mischung“ zu finden, die Ihnen kurzweilig und interessant unsere Arbeit
näher bringt.
Eine freiwillige Feuerwehr lebt vom Idealismus und der Begeisterung für die
Feuerwehr und damit dem Dienst am Nächsten. Die Arbeit der Freiwilligen
Feuerwehren ist in unserer Gesellschaft schon zur Selbstverständlichkeit
geworden. Gerade in kreisfreien Städten wissen viele Bürger nicht, dass es
neben der Berufsfeuerwehr in der Regel auch freiwillige Löschgruppen und
Löschzüge gibt, ohne die die Berufsfeuerwehren ihrer Verpflichtung nach dem
Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG) nicht oder nicht
ausreichend gerecht werden können. Kaum einer stellt sich einmal die Frage,
wer denn diese Frauen und Männer sind, die ihren Dienst in der örtlichen
Freiwilligen Feuerwehr tun und für ihren selbst gewählten Auftrag, den
Mitbürgern bei Schadensfeuern und Hilfeleistungen hilfreich zur Seite zu
stehen, ihre Freizeit opfern und manchmal auch ihr höchstes Gut, nämlich
ihre Gesundheit, einsetzen. Das kann gerade bei der heutigen,
freizeitorientierten Lebensweise, gar nicht hoch genug angerechnet werden.
Da naturgemäß jeder Kamerad in seinem „normalen“ Leben einem Beruf nachgeht
und auch ein Familienleben hat, ist es natürlich nicht leicht, dies alles
auf einen Nenner zu bringen.
Eine wichtige Funktion übernimmt die Feuerwehr auch im Freizeitangebot
unserer Jugend. Die Jugendfeuerwehr ist ein wichtiger Bestandteil unserer
Feuerwehr, aber auch eine Anlaufstelle für die Jugendlichen, die ihre
Freizeit sinnvoll nutzen wollen. Insbesondere bei den heutigen Problemen,
geeigneten Nachwuchs für den aktiven Dienst zu finden, ist die Institution
Jugendfeuerwehr unverzichtbar. Mein Dank gilt daher allen, die sich hier
einbringen.
Eine sehr zeitintensive Aufgabe stellt
die Brandschutzerziehung in den Kindergärten und Schulen dar. Aufgrund der
aktuellen Arbeitsplatzsituation bin ich sehr froh, dass wir den Kameraden
Helmut Holtackers aus der Ehrenabteilung für diese wichtige Aufgabe gewinnen
konnten. Aus allen von ihm im Laufe eines Jahres besuchten Einrichtungen
hört man nur Lob und Anerkennung für diese -nicht selbstverständliche-
Arbeit.
Der Dank der Kameraden des Löschzuges Hüls geht weiterhin an alle, die uns
auch im vergangenen Jahren mit Rat, Tat und sonstiger Hilfe bei der
Bewältigung unserer vielfältigen Aufgaben zur Seite gestanden haben,
verbunden mit der Hoffnung, dass wir auch in Zukunft mit dieser
Unterstützung rechnen dürfen. Hierzu zählt selbstverständlich auch die gute
und harmonische Zusammenarbeit mit den Kameraden der Berufsfeuerwehr sowie
den übrigen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Krefeld.
Wie im Vorfeld erwähnt, wird es aufgrund der derzeitigen Situation am
Arbeitsmarkt immer schwieriger, neue Kameraden zu finden. Hieraus resultiert
auch das Problem, das die Verfügbarkeit einer ausreichenden Zahl von
Einsatzkräften während des Tages immer schlechter wird. Im Gegensatz zu
früher, wo fast alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Ort oder
ortsnah beschäftigt waren und vielfach der Arbeitgeber ebenfalls Mitglied
dieser Feuerwehr war, ist heute kaum jemand mehr unmittelbar in Hüls oder
ortsnah beschäftigt. Und selbst bei Vorhandensein eines solchen
Beschäftigungsverhältnisses ist es in der heutigen Zeit fraglich, ob die
Arbeitgeber ihre Mitarbeiter, die in einer Freiwilligen Feuerwehr
organisiert sind, überhaupt zu Einsätzen gehen lassen können, ohne ihr
eigenes Fortbestehen zu gefährden. Dies ist jedoch ein Problem, mit dem
mittlerweile alle Freiwilligen Feuerwehren zu kämpfen haben. Die Lösung
liegt nicht allein in der Erhöhung des Personalbestandes sondern auch in
einer Verbesserung des Arbeitsplatzangebotes am Ort. Mehr Arbeitsplätze -
ortsnah oder gar im Ort selber- für die Kameraden der Feuerwehr und die
Bereitschaft der Arbeitgeber, diese Mitarbeiter im Einsatzfall dann auch
freizustellen würde die Lage sichtlich verbessern.
Unser Leitspruch lautet. „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Durch
eine fundierte Ausbildung und eine freiwillige, unbezahlte (in finanziellen
Maßeinheiten nicht darstellbare) Arbeit versuchen wir in diesem Sinne
unseren Ort ein bisschen sicherer zu machen. Es ist für alle Hülser Bürger
von Vorteil, im Notfall sich auf ein zu allen Zeiten gut funktionierendes
System von stets bereiten und sofort verfügbaren Einsatzkräften verlassen zu
können!
Mit freundlichen Grüssen

BI Joachim Klein
Löschzugführer
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